Quelle fupa.net:
Beim FCO neigt sich eine bemerkenswerte Trainer-Ära dem Ende entgegen. Wie schon seit Herbst bekannt ist, hört Kyros Farahmand am Saisonende auf – nach 19 (!) durchgehenden Jahren als Coach des FCO. Seinen Nachfolger ab der kommenden Spielzeit 2026/27 hat Farahmand selbst gesucht – und nun auch gefunden. Als neuen Cheftrainer kann der aktuelle Tabellenzweite der Kreisliga 1 Thomas Sommer vorstellen. Der 37-jährige Kelheimer stand in den Spielzeiten 23/24 und 24/25 beim Bezirksligisten VfB Bach an der Seitenlinie. Diese Saison legte er eine Pause vom Trainersein ein, half beim ATSV Kelheim auf Funktionärsebene mit.
Kyros Farahmand ist heilfroh, bei der Trainersuche nun Vollzug melden zu können: „Wir haben einen jungen und „unverbrauchten“ Trainer gesucht, der ins familiäre Umfeld des Vereins passt. Über Tom habe ich nur positive Sachen gehört. Nach der ersten Kontaktaufnahme hat es gleich von Beginn an gepasst. Wir gehen mit einer jungen Mannschaft in die neue Saison und weiterhin gibt es bei uns kein Geld. Als Trainer, der Bock hat mit jungen Spielern zu arbeiten, passt Tom ins Profil des FCO. Die Chemie stimmt. Er soll unseren Weg mitgehen.“ Farahmand selbst bleibt dem Verein erhalten. Schließlich ist er neben seinem Trainerengagement seit Langem in der Vorstandschaft aktiv und seit sechs Jahren 1. Vorsitzender. Inwiefern er zukünftig in die sportlichen Belange der ersten Mannschaft involviert sein wird, steht noch nicht fest. „Mal sehen, was sich ergibt. Ob ich in die sportliche Leitung eintrete oder nach einer Pause eine andere Mannschaft trainieren werde, weiß ich noch nicht.“
Thomas Sommer nennt die Gründe für seine Zusage in Oberhinkofen: „Die Trainerpause habe ich auch mal genossen. Für mich war immer klar, wenn ich etwas Neues anfange, muss das hundertprozentig mit meiner Sicht auf die Dinge übereinstimmen. Heutzutage ist das gar nicht so einfach. Geld regiert die Welt und das gilt auch im Fußball. Ich persönlich tue mich extrem schwer, wenn in Vereinen die Märchenwelt aufgezogen wird von der eigenen Jugend und den lokalen Talenten, während im Hintergrund viel Geld generiert und ausgegeben wird. Das bin nicht ich und da fühle ich mich nicht wohl. Beim FC Oberhinkofen ticken die Uhren deutlich ruhiger, langsamer und bodenständiger als bei vielen anderen Vereinen. Es ist eine junge und hungrige Truppe, Freunde auf und neben dem Platz. Eine gewisse Vereinsidentifikation ist vorhanden. Zudem passt natürlich auch die sportliche Perspektive.“
Stichwort sportliche Perspektive: Ob der Kelheimer einen Kreisligisten oder einen Bezirksligisten übernehmen wird, das werden die nächsten Wochen zeigen. Vor den letzten vier Spieltagen in der Kreisliga 1 hat Oberhinkofen gute Karten, sich das Ticket für die Bezirksliga-Relegation zu schnappen. Spitzenreiter SC Regensburg ist wohl nicht mehr einzuholen, zum Tabellendritten SV Obertraubling hat die Farahmand-Crew drei Punkte Vorsprung. „Alles kann, nichts muss“, gibt der scheidende Trainer als Motto für den Saisonendspurt aus. „Wir haben den zweiten Platz in der eigenen Hand, müssen aber selbst auch konstant bleiben.“

